Achillessehnenriss Wien
Ein Achillessehnenriss entsteht meist plötzlich – häufig beim Sport, bei einem schnellen Antritt, einem Sprung oder einem abrupten Richtungswechsel.
Viele Betroffene verspüren einen stechenden Schmerz und beschreiben das Gefühl, als hätte jemand von hinten gegen die Ferse oder den Unterschenkel getreten.
Das Abrollen des Fußes ist anschließend deutlich erschwert, ein kräftiger Zehenstand meist nicht mehr möglich. Dennoch können die Schmerzen rasch nachlassen und auch das Gehen kann teilweise noch möglich sein. Eine Verletzung der Achillessehne sollte daher möglichst zeitnah fachärztlich untersucht werden.
Ob eine konservative Behandlung ausreicht oder eine Operation sinnvoll ist, hängt vom genauen Befund sowie von den Anforderungen in Alltag, Beruf und Sport ab.
Priv.-Doz. Dr. Julian Jöstl ist Facharzt für Orthopädie und Traumatologie sowie Sportarzt in Wien. In seiner Ordination erfolgt die genaue Abklärung der Verletzung und die Planung einer individuell abgestimmten Behandlung.
Eine rasche und korrekte Diagnose in Verbindung mit einer individuell abgestimmten Therapie ist die beste Voraussetzung für ein optimales Ergebnis.
– Priv.- Doz. Dr. Julian Jöstl, PhD, MSc.
Was ist ein Achillessehnenriss?
Die Achillessehne verbindet die Wadenmuskulatur mit dem Fersenbein. Sie ermöglicht das Abrollen des Fußes, den Zehenstand sowie kraftvolle Bewegungen beim Laufen und Springen.
Bei einem Achillessehnenriss – auch Achillessehnenruptur genannt – sind die Sehnenfasern teilweise oder vollständig durchtrennt.
Teilriss: Nur ein Teil der Sehnenfasern ist beschädigt. Die Funktion kann teilweise erhalten bleiben.
Vollständiger Riss: Die Sehne ist vollständig durchtrennt. Das Abstoßen mit dem Fuß und der einbeinige Zehenstand sind meist deutlich eingeschränkt oder nicht mehr möglich.
Wie entsteht ein Achillessehnenriss?
Ein Achillessehnenriss entsteht meist durch eine plötzliche starke Belastung – häufig beim Sport. Typische Auslöser sind ein schneller Antritt, ein kräftiger Absprung, abruptes Abbremsen oder ein plötzlicher Richtungswechsel.
Oft ist die Sehne bereits durch wiederholte Überlastung oder Verschleiß geschwächt, ohne zuvor deutliche Beschwerden verursacht zu haben. Auch eine plötzlich gesteigerte Trainingsbelastung, fehlende Regeneration oder eine eingeschränkte Beweglichkeit des Sprunggelenks können das Risiko erhöhen.
Symptome eines Achillessehnenrisses
Ein Achillessehnenriss ist meist deutlich spürbar. Viele Betroffene hören ein Schnalzen oder beschreiben das Gefühl, einen Tritt gegen die Rückseite des Unterschenkels erhalten zu haben.
Typische Anzeichen sind:
- plötzliche Schmerzen oberhalb der Ferse
- Schwellung oder Bluterguss
- eine tastbare Delle im Verlauf der Sehne
- erschwertes Abrollen des Fußes
- deutlicher Kraftverlust beim Abstoßen
- ein kaum oder nicht möglicher einbeiniger Zehenstand
Auch wenn das Gehen noch möglich ist oder die Schmerzen rasch nachlassen, kann die Achillessehne vollständig gerissen sein.
Diagnose eines Achillessehnenrisses
Die Diagnose beginnt mit einem Gespräch über den Unfallhergang und die Beschwerden. Anschließend werden die Achillessehne, das Sprunggelenk sowie Kraft und Beweglichkeit des Fußes untersucht.
Ein wichtiger Funktionstest ist der sogenannte Thompson-Test. Dabei wird geprüft, ob sich der Fuß beim Zusammendrücken der Wadenmuskulatur normal bewegt.
Mittels Ultraschall lassen sich Lage und Ausmaß des Risses sowie die Stellung der Sehnenenden beurteilen. Eine MRT-Untersuchung ist vor allem bei unklaren Befunden, Teilrissen oder älteren Verletzungen sinnvoll.
Behandlung eines Achillessehnenrisses
Ein Achillessehnenriss kann sowohl konservativ als auch operativ behandelt werden. Welche Therapie geeignet ist, hängt unter anderem von der Art und Lage des Risses, dem Abstand der Sehnenenden sowie den Anforderungen in Alltag, Beruf und Sport ab. Die Entscheidung wird individuell anhand des Befunds und der persönlichen Voraussetzungen getroffen.
Konservative Behandlung eines Achillessehnenrisses
Bei der konservativen Therapie heilt die Achillessehne ohne Operation. Dafür wird der Fuß zunächst in einer abgesenkten Stellung ruhiggestellt, damit sich die gerissenen Sehnenenden möglichst gut annähern können.
Die Behandlung erfolgt meist mit einer speziellen Orthese oder einem Walker mit Fersenkeilen. Diese werden im Verlauf schrittweise entfernt, während die Belastung kontrolliert gesteigert wird. Regelmäßige Kontrollen und Physiotherapie begleiten den Heilungsverlauf.
Eine konservative Behandlung kann insbesondere infrage kommen, wenn die Sehnenenden gut aneinanderliegen oder ein erhöhtes Operationsrisiko besteht. Entscheidend für den Behandlungserfolg sind eine frühzeitige Ruhigstellung und die konsequente Einhaltung des Rehabilitationsplans.
Operative Behandlung eines Achillessehnenrisses
Eine Operation kann sinnvoll sein, wenn zwischen den Sehnenenden ein größerer Abstand besteht, eine ungünstige Stellung vorliegt oder besonders hohe körperliche und sportliche Anforderungen bestehen. Auch bei einem erneuten Riss oder einer länger zurückliegenden Verletzung kann ein operativer Eingriff erforderlich sein.
Bei der Operation werden die gerissenen Sehnenenden mit stabilen Nähten wieder miteinander verbunden. Je nach Lage und Ausmaß des Risses kann der Eingriff offen oder minimalinvasiv erfolgen.
Ziel der Operation ist es, die natürliche Länge und Spannung der Achillessehne möglichst gut wiederherzustellen. Ob die Vorteile eines Eingriffs mögliche Risiken wie Wundheilungsstörungen, Infektionen oder Narbenbeschwerden überwiegen, wird individuell anhand des Befunds entschieden.
Verlauf und Heilungsdauer
Die Heilung der Achillessehne benötigt Geduld. In den ersten Wochen wird der Fuß geschützt und die Belastung schrittweise gesteigert. Anschließend werden Beweglichkeit, Kraft und Koordination über mehrere Monate wieder aufgebaut.
Alltagsaktivitäten sind meist nach und nach wieder möglich. Bis die Wadenmuskulatur ihre ursprüngliche Kraft erreicht, kann jedoch deutlich mehr Zeit vergehen. Mit leichtem Lauftraining kann abhängig vom Heilungsverlauf häufig nach einigen Monaten begonnen werden. Sportarten mit Sprüngen, schnellen Richtungswechseln oder explosiven Antritten benötigen in der Regel eine längere Vorbereitung.
Eine vollständige Erholung kann sechs bis zwölf Monate oder länger dauern. Der genaue Verlauf hängt unter anderem von der Art der Verletzung, dem Behandlungsbeginn und der konsequenten Rehabilitation ab.
Nachbehandlung und Rehabilitation
Die Nachbehandlung ist sowohl nach einer Operation als auch bei konservativer Therapie entscheidend für den Behandlungserfolg. In der ersten Phase wird die Achillessehne durch eine Orthese geschützt. Die Fußposition und die Belastung werden anschließend über mehrere Wochen schrittweise angepasst.
Nach der Ruhigstellungsphase beginnt der kontrollierte Wiederaufbau. Die Physiotherapie unterstützt dabei, die Beweglichkeit zu verbessern, das Gangbild zu normalisieren sowie Wadenkraft, Gleichgewicht und Koordination wiederherzustellen.
Die Rückkehr zum Sport sollte nicht allein nach einem festen Zeitplan erfolgen. Entscheidend sind eine ausreichende Beweglichkeit, Kraft und Stabilität sowie die sichere Durchführung funktioneller Belastungstests.
Warum zu Dr. Jöstl bei einem Achillessehnenriss?
Priv.-Doz. Dr. Julian Jöstl, PhD, MSc, ist Facharzt für Orthopädie und Traumatologie sowie Sportarzt in Wien. Zu seinen Schwerpunkten gehört die konservative und operative Behandlung akuter Verletzungen und sportbedingter Beschwerden.
Ihre Vorteile:
- genaue klinische Untersuchung
- Ultraschalldiagnostik und Beurteilung vorhandener MRT-Befunde
- konservative und operative Behandlungsmöglichkeiten
- individuelle Therapieentscheidung
- sportorthopädische Erfahrung
- strukturierte Planung der Nachbehandlung
- persönliche Betreuung bis zur Rehabilitation
- Ordination in zentraler Lage in 1090 Wien
Jede Therapie wird auf die Verletzung, die körperlichen Anforderungen und die persönlichen Ziele abgestimmt – vom sicheren Gehen im Alltag bis zur Rückkehr in den Sport.
Häufige Fragen zum Achillessehnenriss
Wie erkenne ich einen Achillessehnenriss?
Typisch sind ein plötzliches Schnalzen oder Knallen, Schmerzen oberhalb der Ferse und das Gefühl, von hinten gegen den Unterschenkel getreten worden zu sein. Das Abrollen fällt schwer und ein einbeiniger Zehenstand ist häufig nicht mehr möglich.
Kann ich mit einem Achillessehnenriss noch gehen?
Ja. Manche Betroffene können trotz eines vollständigen Risses noch kurze Strecken gehen. Das Gehen ist jedoch meist kraftlos und das Abstoßen mit dem Vorfuß deutlich eingeschränkt. Eine erhaltene Gehfähigkeit schließt einen Achillessehnenriss daher nicht aus.
Ist ein Achillessehnenriss ein Notfall?
Ein Achillessehnenriss ist meist kein lebensbedrohlicher Notfall, sollte aber möglichst rasch untersucht und korrekt ruhiggestellt werden. Bei einer offenen Wunde, ausgeprägten Gefühls- oder Durchblutungsstörungen sowie sehr starken Schmerzen ist eine sofortige medizinische Versorgung erforderlich.
Muss ein Achillessehnenriss immer operiert werden?
Nein. Sowohl eine konservative als auch eine operative Behandlung kann zu guten Ergebnissen führen. Entscheidend sind der genaue Befund, die Stellung der Sehnenenden, das Aktivitätsniveau und die persönlichen Anforderungen.
Kann eine vollständig gerissene Achillessehne ohne Operation heilen?
Ja. Wenn sich die Sehnenenden in einer geeigneten Fußposition gut annähern, kann auch ein vollständiger Riss konservativ ausheilen. Voraussetzung sind eine konsequente Nachbehandlung und regelmäßige Kontrollen.
Ist bei einem Achillessehnenriss immer ein MRT erforderlich?
Nein. Häufig lässt sich die Diagnose bereits durch die klinische Untersuchung und Ultraschall stellen. Ein MRT ist vor allem bei unklaren Befunden, Teilrissen oder älteren Verletzungen sinnvoll.
Wie lange muss ein Walker getragen werden?
Die genaue Dauer hängt vom Befund, der gewählten Behandlung und dem Heilungsverlauf ab. In der Regel wird der Fuß über mehrere Wochen mit einer Orthese und Fersenkeilen geschützt.
Wann ist Sport wieder möglich?
Leichte sportliche Aktivitäten können abhängig vom Heilungsverlauf nach einigen Monaten begonnen werden. Laufen, Springen und Sportarten mit schnellen Richtungswechseln benötigen meist deutlich länger. Entscheidend sind Kraft, Beweglichkeit und funktionelle Belastungstests.
Ordination in 1090 Wien
Priv.-Doz. Dr. Julian Jöstl untersucht akute und länger bestehende Verletzungen der Achillessehne in seiner Ordination in 1090 Wien. Vorhandene Ultraschall-, Röntgen- oder MRT-Aufnahmen können zum Termin mitgebracht und in die Beurteilung einbezogen werden. Nach der Untersuchung wird gemeinsam entschieden, ob eine konservative Behandlung ausreicht oder eine operative Versorgung sinnvoll ist.