Schulter Orthopäde Wien
Schulterschmerzen können plötzlich nach einem Unfall auftreten oder sich über Wochen und Monate entwickeln.
Als Facharzt für Orthopädie und Traumatologie sowie Sportarzt behandelt Dr. Jöstl akute Schulterverletzungen und länger bestehende Schulterschmerzen. Als Orthopäde und Schulterspezialist in Wien legt er besonderen Wert auf eine genaue Diagnose und eine individuell abgestimmte Behandlung.
Sportarten wie Skifahren, Snowboarden und Schwimmen, aber auch Tennis und Golf können bei dauerhaften (Fehl-)
Für die meisten Probleme im Bereich der Schulter gibt es gute Therapiemöglichkeiten. Die Bandbreite reicht von muskelkräftigenden (Koordinations-)Übungen, physikalischen Therapien, Stoßwellentherapie über schmerzstillende Medikamente und Injektionen bis hin zu modernsten minimal-invasiven Operationsmethoden.
Schulterbeschwerden können viele Ursachen haben. Entscheidend ist, genau hinzusehen und die Behandlung individuell auf den Menschen, seine Beschwerden und seine Ziele abzustimmen.
– Priv.- Doz. Dr. Julian Jöstl, PhD, MSc.
Erkrankungen
AC-Gelenksluxation
Bei der AC-Gelenksluxation handelt es sich um eine Verletzung des Schultereckgelenks mit Zerreißung der Haltebänder, was wiederum zu einer Verrenkung dieses Gelenks und einem anschließenden Hochstand des Schlüsselbeins führt. In einfacheren Fällen bzw. bei unwesentlicher Instabilität im Schultereckgelenk kann eine konservative Behandlung in Erwägung gezogen werden, bei ausgeprägter Instabilität mit Fehlstellung kann häufig nur eine operative Behandlung nachhaltig helfen.
Arthrose
Bei der Schulterarthrose (Omarthrose) verliert das frei bewegliche Schultergelenk seine Beweglichkeit in nahezu allen Richtungen. Die Beschwerden nehmen mit der Zeit zu und können v.a. nachts und in Ruhelage auftreten. In der Anfangsphase lässt sich diese Verschleißerkrankung mit physikalischer Therapie, entzündungshemmenden Medikamenten und Infiltrationen gut therapieren, in fortgeschrittenen Stadien ist oftmals eine Operation, ein künstliches Schultergelenk (Schulterprothese), erforderlich.
Frozen Shoulder
Eine „Frozen Shoulder“, auch Schultersteife genannt, entwickelt sich langsam und schleichend. Sie beginnt mit Schmerzen, die zu Bewegungseinschränkungen führen und eine psychische Belastung für Betroffene darstellt. Das Schultergelenk „friert“ quasi ein, heilt aber oftmals wieder gut aus. Es braucht jedoch aufgrund des phasenhaften Krankheitsverlaufs viel Geduld und Zeit. Physiotherapie bzw. Heilgymnastik, schmerzstillende Medikamente oder Infiltrationen (u.a. mit Kortison), machen den langwierigen Leidensweg erträglicher. Ein operativer Eingriff ist nur selten notwendig.
Impingementsyndrom
Beim Schulterimpingement werden Sehnen und Schleimbeutel unter dem Schulterdach gereizt. Typisch sind Schmerzen beim Anheben des Arms und bei Überkopfbewegungen. Meist erfolgt die Behandlung zunächst konservativ mit Belastungsanpassung und Physiotherapie. Eine Operation kommt nur bei ausgewählten strukturellen Veränderungen und anhaltenden Beschwerden infrage.
Kalkschulter (Tendinitis calcarea)
Bei einer Kalkschulter finden sich Kalkablagerungen im Sehnenapparat der Schulter. Die Beschwerden können unterschiedlich ausgeprägt sein und hängen davon ab, wie groß das Kalkdepot ist, wo es sitzt und in welchem Krankheitsstadium sich der Patient/die Patientin gerade befindet. Heftige Schmerzattacken, die Alltagstätigkeiten fast unmöglich machen und in Ruhelage unerträglich sein können, können entweder medikamentös oder mit Injektionen schnell, aber nur kurzfristig gelindert werden.
Knochenbruch (Schlüsselbein, Oberarmkopf)
Schlüsselbeinbrüche entstehen häufig durch einen Sturz auf den ausgestreckten Arm oder die Schulter. Zumeist treten danach Schmerzen, Schwellung, ein Bluterguss über dem Schlüsselbein, Fehlstellungen und reibende Geräusche bei Bewegung auf. Nach einem Sturz auf die Schulter, aber auch nach einer Auskugelung (Luxation) des Schultergelenks kann es zu einem Bruch des Oberarmkopfes kommen. Bei unkomplizierten Brüchen wird eine kurzfristige Ruhigstellung empfohlen, bei schweren, komplizierten Brüchen ist die operative Stabilisierung die Methode der Wahl, um die gewünschte Beweglichkeit wieder zurückzugewinnen.
Schleimbeutelentzündung (Bursitis)
Schleimbeutelentzündungen zählen zu den häufigsten Ursachen für akute Schulterschmerzen. Dabei ist der Schleimbeutel unter dem Knochen des Schulterdachs betroffen. Ursächlich dafür sind vor allem mechanische Überbelastungen durch Überkopfbewegungen im Alltag oder Sport. Schleimbeutelentzündungen werden als sehr schmerzhaft und hartnäckig empfunden, lassen sich aber medikamentös, mittels Infiltrationen oder operativ mittels Arthroskopie (Gelenkspiegelung) gut behandeln.
Schulterluxation
Nach dem Einrenken der Schulter wird zunächst kontrolliert, ob das Gelenk wieder korrekt steht und ob Begleitverletzungen vorliegen. Dazu werden in der Regel Röntgenaufnahmen durchgeführt. Abhängig vom Unfallhergang, dem Alter, den Beschwerden und dem Untersuchungsbefund können zusätzlich MRT, CT oder Ultraschall sinnvoll sein. Anschließend wird entschieden, ob eine vorübergehende Ruhigstellung und Physiotherapie ausreichen oder ob bei anhaltender Instabilität beziehungsweise strukturellen Schäden eine operative Stabilisierung notwendig ist.
Verletzungen der Bizepssehne (SLAP-Läsion)
Chronische (sportliche) Überlastungen der Schulter können zur Verletzung der langen Bizepssehne führen. Schmerzen im vorderen Oberarm sowie ein auffallendes Schnappen oder Knacken in der Schulter, oftmals durch eine Entzündung der Bizepssehne hervorgerufen, werden beschrieben. Ein Instabilitätsgefühl in der Schulter bei Überkopfbewegungen kann ebenfalls auf dieses Krankheitsbild hinweisen. Klarheit bringt ein MRT (Magentresonanztherapie), therapiert wird, abhängig vom Befund, konservativ mittels Physiotherapie oder minimalinvasiv mittels Arthroskopie.
Verletzungen der Rotatorenmanschette
Rotatorenmanschettenrisse können je nach Ursache, Ausmaß und Beschwerden konservativ oder operativ behandelt werden. Entscheidend sind unter anderem die betroffene Sehne, der Kraftverlust, die Gewebequalität und die persönlichen Anforderungen an die Schulter.
Behandlungsmethoden
Schulterarthroskopie
Bei einer Schulterarthroskopie werden eine kleine Kamera und feine Instrumente über wenige kleine Zugänge in das Schultergelenk eingebracht. So können Gelenk, Rotatorenmanschette, Gelenklippe, Bizepssehne und Schleimbeutel direkt beurteilt und ausgewählte Verletzungen oder Erkrankungen minimalinvasiv behandelt werden. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt vom individuellen Befund ab. Ziel ist eine möglichst gewebeschonende Behandlung mit anschließender strukturierter Rehabilitation.
Offene Operation
In manchen Fällen ist es notwendig, offene operative Eingriffe durchzuführen, um chronische Schäden und langanhaltende Bewegungseinschränkungen zu vermeiden, auch in diesen Fällen kommen jedoch Muskel und Gewebe-schonende Methoden zum Einsatz.
Gelenkerhaltende Therapien
Konservative Maßnahmen, wie medikamentöse Behandlungen, Physiotherapie, Hyaluronsäure Anwendungen und Infiltrationen, sowie ACP/PRP-Therapie (Autologes Conditioniertes Plasma / Platelet Rich Plasma), können wieder Beweglichkeit und Schmerzfreiheit in der Schulter ermöglichen. Bleiben diese aber erfolglos, wird oftmals ein operativer Eingriff empfohlen.
Ordination in 1090 Wien
In der Ordination von Priv.-Doz. Dr. Julian Jöstl erhalten Sie eine fachärztliche Abklärung bei akuten Schulterverletzungen, länger bestehenden Schulterschmerzen oder sportbedingten Beschwerden. Als Orthopäde für Schulter und Schulterspezialist in Wien untersucht Dr. Jöstl Beweglichkeit, Kraft und Stabilität und beurteilt vorhandene Röntgen-, Ultraschall-, MRT- oder CT-Aufnahmen. Auf dieser Grundlage wird eine individuelle konservative oder operative Schulterbehandlung geplant.