Knieprothese Wien
Künstliches Kniegelenk bei fortgeschrittener Kniearthrose

Wenn konservative Behandlungen keine ausreichende Besserung mehr bringen, kann eine Knieprothese eine sinnvolle Behandlungsoption sein.

Kreuzband Spezialist Priv.- Doz. Dr. Julian Jöstl, PhD, MSc.

Wenn das Knie bei jedem Schritt schmerzt, Stiegensteigen zur Belastung wird und konservative Behandlungen keine ausreichende Besserung mehr bringen, kann eine Knieprothese eine sinnvolle Behandlungsoption sein. Ziel ist nicht nur die Reduktion von Schmerzen, sondern vor allem die Rückkehr zu mehr Beweglichkeit, Sicherheit und Lebensqualität im Alltag.

Priv.-Doz. Dr. Julian Jöstl, PhD, MSc ist Facharzt für Orthopädie und Traumatologie in Wien. In seiner Ordination erfolgt eine genaue Abklärung Ihrer Beschwerden, eine persönliche Beratung zu konservativen und operativen Möglichkeiten sowie eine individuelle Einschätzung, ob und wann ein künstliches Kniegelenk medizinisch sinnvoll ist.

Während eines ausführlichen Arzt-Patienten-Gesprächs werden Ihre Beschwerden, Ihre Vorgeschichte und Ihre körperlichen Anforderungen besprochen.

– Priv.- Doz. Dr. Julian Jöstl, PhD, MSc.

Wann ist eine Knieprothese sinnvoll?

Eine Knieprothese wird in der Regel dann in Betracht gezogen, wenn das Kniegelenk durch Arthrose, Fehlbelastung, alte Verletzungen oder fortgeschrittene Knorpelschäden stark abgenützt ist. Häufig bestehen über längere Zeit Schmerzen, eine zunehmende Bewegungseinschränkung und ein spürbarer Verlust an Lebensqualität.

Nicht jeder Knieschmerz bedeutet automatisch, dass eine Operation notwendig ist. Vor einer Entscheidung werden Beschwerden, klinischer Befund, Röntgen- oder MRT-Bilder, Achsstellung, Beweglichkeit und persönliche Anforderungen genau beurteilt.

Eine Knieprothese kann sinnvoll sein bei:

  • fortgeschrittener Kniearthrose / Gonarthrose
  • starken Belastungs- oder Ruheschmerzen
  • Schmerzen beim Gehen, Stiegensteigen oder Aufstehen
  • zunehmender Bewegungseinschränkung
  • deutlicher Einschränkung im Alltag
  • nächtlichen Schmerzen
  • erfolglosen konservativen Therapieversuchen
  • ausgeprägten X- oder O-Bein-Fehlstellungen mit Gelenkabnützung
Röntgen Diagnose

Kniearthrose: Wenn der Gelenkknorpel stark abgenützt ist

Bei einer Kniearthrose kommt es zu einer zunehmenden Abnützung des Gelenkknorpels. Der Knorpel dient normalerweise als glatte Gleitschicht zwischen Oberschenkelknochen, Schienbein und Kniescheibe. Wird diese Schicht dünner oder geht sie teilweise verloren, entstehen Reibung, Entzündungsreaktionen, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.

Typisch ist, dass Beschwerden zunächst nur bei Belastung auftreten. Mit Fortschreiten der Arthrose können auch Ruhe- oder Nachtschmerzen entstehen. Viele Patientinnen und Patienten berichten, dass sie Spaziergänge verkürzen, Stiegen meiden oder sportliche Aktivitäten aufgeben müssen. Auch Unsicherheit, Schwellungen und ein hörbares Reiben oder Knirschen im Knie können auftreten.

Diagnose vor der Knieprothese: Entscheidend ist die genaue Abklärung

Die Entscheidung für eine Knieprothese sollte niemals vorschnell getroffen werden. In der Ordination steht deshalb zunächst eine genaue Untersuchung im Mittelpunkt. Dabei werden Schmerzlokalisation, Beweglichkeit, Stabilität, Beinachse und Gangbild beurteilt. Ergänzend werden vorhandene Röntgen-, MRT- oder CT-Bilder analysiert oder bei Bedarf weitere bildgebende Untersuchungen veranlasst.

Wichtig ist die Frage: Ist tatsächlich das gesamte Kniegelenk betroffen oder nur ein einzelner Gelenkanteil? Davon hängt ab, welche Behandlungsoptionen möglich sind. In manchen Fällen kommen weiterhin gelenkerhaltende Maßnahmen infrage. In anderen Fällen ist eine Knieprothese die verlässlichere Lösung, um Schmerzen zu reduzieren und Mobilität wiederherzustellen.

Welche Arten von Knieprothesen gibt es?

Nicht jede Knieprothese ist gleich. Welche Form des künstlichen Kniegelenks sinnvoll ist, hängt davon ab, welche Bereiche des Kniegelenks geschädigt sind, wie stabil die Bänder sind und welche Anforderungen die Patientin oder der Patient im Alltag hat.

Teilprothese / Schlittenprothese

Eine Teilprothese, häufig auch Schlittenprothese genannt, ersetzt nur den geschädigten Anteil des Kniegelenks. Sie kann infrage kommen, wenn die Arthrose auf einen Gelenkabschnitt begrenzt ist und die übrigen Strukturen, insbesondere Bänder und andere Gelenkanteile, gut erhalten sind.

Der Vorteil liegt darin, dass möglichst viel vom eigenen Knie erhalten bleibt. Die Operation ist in vielen Fällen weniger umfangreich als bei einer Totalendoprothese. Ob eine Schlittenprothese geeignet ist, muss jedoch sehr genau geprüft werden.

Knie-Totalendoprothese / Knie-TEP

Bei einer Knie-Totalendoprothese wird die geschädigte Gelenkoberfläche umfassender ersetzt. Sie kommt vor allem bei fortgeschrittener Arthrose infrage, wenn mehrere Bereiche des Kniegelenks betroffen sind oder eine Teilprothese nicht ausreichend wäre.

Ziel der Knie-TEP ist eine stabile, belastbare und möglichst schmerzfreie Gelenkfunktion. Die Prothese wird individuell geplant und an die anatomischen Voraussetzungen angepasst.

Individuelle Auswahl statt Standardlösung

Welche Knieprothese geeignet ist, lässt sich erst nach genauer Untersuchung sagen.

Entscheidend sind nicht nur Röntgenbilder, sondern auch Beweglichkeit, Bandstabilität, Beinachse, Knochenqualität, Aktivitätsniveau und persönliche Ziele. Deshalb steht am Beginn jeder Behandlung eine ausführliche Beratung.

Ablauf einer Knieprothese-OP in Wien

Wird gemeinsam entschieden, dass eine Knieprothese sinnvoll ist, erfolgt eine genaue Operationsplanung. Dabei werden die Bildgebung, die Beinachse und die individuelle Anatomie berücksichtigt. Vor dem Eingriff werden alle wichtigen Fragen zu Narkose, Spitalsaufenthalt, Nachbehandlung, Belastung und Rehabilitation besprochen.

Die Operation selbst hat das Ziel, die stark geschädigten Gelenkflächen zu entfernen und durch hochwertige Implantatkomponenten zu ersetzen. Dabei wird auf eine möglichst präzise Ausrichtung, stabile Bandführung und gute Beweglichkeit geachtet.

Nach der Operation beginnt die Mobilisation meist frühzeitig unter physiotherapeutischer Anleitung. Der genaue Ablauf hängt von der Art der Prothese, dem Operationsverlauf, der Klinik und den individuellen Voraussetzungen ab.

Nachbehandlung und Rehabilitation nach einer Knieprothese

Die Nachbehandlung ist ein entscheidender Teil des Behandlungserfolgs. Nach einer Knieprothese geht es darum, Beweglichkeit, Muskelkraft, Gangbild und Sicherheit Schritt für Schritt wieder aufzubauen. Physiotherapie beginnt häufig bereits während des stationären Aufenthalts und wird anschließend ambulant oder im Rahmen einer Rehabilitation fortgeführt.

Wichtige Ziele der Nachbehandlung sind:

  • sichere Mobilisation
  • Verbesserung der Beweglichkeit
  • Muskelaufbau
  • Reduktion von Schwellung und Schmerzen
  • Wiedererlernen einen stabilen Gangbildes
  • Rückkehr zu Alltag, Beruf und geeigneten Aktivitäten

Wie schnell Patientinnen und Patienten wieder belastbar sind, ist individuell unterschiedlich. Einfluss haben unter anderem Ausgangszustand, Alter, Muskelkraft, Begleiterkrankungen, Art der Operation und konsequente Rehabilitation.

Knieprothese oder weiter konservativ behandeln?

Viele Patientinnen und Patienten kommen mit genau dieser Frage in die Ordination: „Brauche ich wirklich schon ein künstliches Kniegelenk?“ Diese Frage ist berechtigt. Eine Knieprothese ist ein großer Schritt und sollte erst dann erfolgen, wenn der Nutzen klar überwiegt.

In früheren Stadien der Kniearthrose können konservative Maßnahmen oft eine deutliche Besserung bringen. Dazu zählen Physiotherapie, gezieltes Krafttraining, Gewichtsreduktion bei Übergewicht, Infiltrationen, Hyaluronsäure, ACP/PRP, entzündungshemmende Medikamente oder Anpassungen der Belastung.

Ist der Knorpelschaden jedoch weit fortgeschritten und die Lebensqualität deutlich eingeschränkt, kann ein künstliches Kniegelenk die sinnvollere Option sein. Die Entscheidung wird individuell getroffen – medizinisch fundiert, verständlich erklärt und gemeinsam mit Ihnen.

Dr. Jöstl Portrait

Warum zur Abklärung einer Knieprothese zu Dr. Jöstl?

Priv.-Doz. Dr. Julian Jöstl verbindet orthopädische und traumatologische Expertise mit einem klaren Fokus auf individuelle Beratung, präzise Diagnostik und moderne Behandlungsmöglichkeiten. In der Ordination in Wien nimmt er sich Zeit, Beschwerden verständlich einzuordnen und alle sinnvollen Optionen zu besprechen.

Patientinnen und Patienten profitieren von:

  • persönlicher fachärztlicher Abklärung
  • Erfahrung in der Behandlung von Kniebeschwerden
  • konservativen und operativen Therapieoptionen
  • verständlicher Beratung vor einer möglichen Operation
  • individueller Einschätzung der passenden Prothesenform
  • strukturierter Nachbetreuung und Verlaufskontrolle

Häufige Fragen zur Knieprothese

Eine Knieprothese kommt meist dann infrage, wenn eine fortgeschrittene Kniearthrose besteht, starke Schmerzen auftreten und konservative Behandlungen nicht mehr ausreichend helfen. Entscheidend sind nicht nur Röntgenbilder, sondern auch Beschwerden, Beweglichkeit, Lebensqualität und persönliche Anforderungen.

Nein. Viele Formen der Kniearthrose können zunächst konservativ behandelt werden. Physiotherapie, gezieltes Training, Infiltrationen, Medikamente oder gelenkerhaltende Maßnahmen können Beschwerden lindern. Eine Knieprothese wird erst dann besprochen, wenn diese Maßnahmen keine ausreichende Wirkung mehr erzielen.

Eine Schlittenprothese ersetzt nur einen geschädigten Teil des Kniegelenks. Eine Knie-TEP ersetzt größere Gelenkbereiche und kommt bei fortgeschrittener Arthrose mehrerer Kompartimente infrage. Welche Lösung geeignet ist, hängt von der genauen Schädigung, Bandstabilität, Beinachse und individuellen Situation ab.

Die Rehabilitation beginnt meist früh nach der Operation und setzt sich über mehrere Wochen fort. Wie lange die vollständige Erholung dauert, ist individuell unterschiedlich. Muskelkraft, Beweglichkeit, Ausgangszustand und konsequente Physiotherapie spielen eine wichtige Rolle.

Viele Patientinnen und Patienten können nach erfolgreicher Rehabilitation wieder gelenkschonende Aktivitäten ausüben, etwa Radfahren, Schwimmen, Wandern oder Nordic Walking. Welche Sportarten geeignet sind, sollte individuell mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Moderne Knieprothesen sind auf eine lange Haltbarkeit ausgelegt. Die tatsächliche Lebensdauer hängt unter anderem von Belastung, Knochenqualität, Prothesentyp, Aktivitätsniveau und individuellen Faktoren ab. Regelmäßige Kontrollen sind wichtig, um die Funktion langfristig zu überwachen.

In der Regel bleiben Patientinnen und Patienten nach dem Einsetzen einer Knieprothese einige Tage im Spital. Die genaue Dauer hängt vom individuellen Heilungsverlauf, der Mobilität, möglichen Begleiterkrankungen und der geplanten Nachbehandlung ab.

Bereits kurz nach der Operation beginnt meist die Mobilisation mit physiotherapeutischer Unterstützung. Vor der Entlassung sollte das Gehen mit Hilfsmitteln, das Treppensteigen und die weitere Versorgung zu Hause oder in der Rehabilitation gut organisiert sein.

Ja, besonders wenn Unsicherheit besteht oder verschiedene Therapieoptionen möglich sind. Eine Zweitmeinung kann helfen, die Diagnose, den Zeitpunkt der Operation und mögliche Alternativen besser einzuschätzen.

Ja. Bei anhaltenden Knieschmerzen, deutlicher Bewegungseinschränkung oder bereits diagnostizierter Kniearthrose ist eine fachärztliche Abklärung sinnvoll. Bitte bringen Sie vorhandene Röntgen-, MRT- oder Arztbefunde zum Termin mit.

Ordination in 1090 Wien

Die Ordination von Priv.-Doz. Dr. Julian Jöstl befindet sich zentral im 9. Wiener Gemeindebezirk. Ob eine Knieprothese für Sie sinnvoll ist, lässt sich nur nach genauer Untersuchung und persönlicher Beratung beurteilen. In der Ordination von Priv.-Doz. Dr. Julian Jöstl in Wien erhalten Sie eine fundierte Einschätzung Ihrer Beschwerden und eine klare Empfehlung zu den nächsten Schritten.